Gründung der österreichisch-katholischen Kirche

Sehr geehrter Leserin!

Die Reaktionen auf den letzten Artikel waren überraschend und traurig gleichzeitig.

Überraschend, weil so ziemich alle vom letzten Rest des „harten Kernes“ der römisch-katholischen Kirche meiner Meinung sind (oder ihr größtenteils Recht geben). Daß es SO VIELE sind, hatte ich mir nicht erwartet.

Traurig, weil so ziemlich alle, die je mit der Kirche in beruflichen oder privaten Anliegen zu tun hatten, von ihrer Struktur verstört waren. Schon seit langem.

Ich will das in ein (bereits vorhandenes) Gleichnis fassen:

Es waren einmal……die Schafe und der Hirt.

Dem Hirten hatte man gelernt: „Du bist der Mittler zwischen deinem Herrn und den Schafen.“ Und so glaubte er, der Hirt, es auch.
Nur blöd, daß er selbst nicht wusste, was sein Herr tut. Wie sollte er denn auch! War er ja doch noch nie ein Schaf gewesen! Daher kannte er den Herrn ja auch nur aus Erzählungen seiner Vorgänger! Also, weil er es nicht verstand, lernte er halt die Sätze seines Vorgängers auswendig.

Doch sein Herr sprach ja mit den Schafen am Rande, das waren diejenigen, um die der Hirt sich nicht kümmerte. Das waren die, bei denen der Hirt sagte: „Der ist ja nicht wirklich dabei! Der kasperlt ja nur herum! Der/die ist ja nicht ERNSTHAFT dabei!“, weil aber die Rand-Schafe nicht abstürzten, ging er nur einmal in ein paar Jahren zu den Schafen hin, mit den Worten: „Geht’s eh gut? Gell? Ja?? HMM? Dann ist ja alles in Ordnung! Auf Wiedersehen!“, und im Hinterkopf dachte sich der Hirt: „Na, denen passiert eh nix. Die sind zwar deppert, aber wir lassen sie halt.“

Und über Jahre hinweg stürzten die Schafe am rand nicht ab. Weil….sie bekamen Besuch, und zwar vom Chef höchstpersönlich. Der lässt nämlich niemanden abstürzen.

Und die Schafe wurden getröstet: „Mach‘ dir nix draus, ICH bin dein Hirt, und nicht der da.“ Und der Hirt zeigte den Schafen am Rand seinen Weg.

Als nach einigen Jahren das Hirten-Management komplett zusammenbrach, glaubte der Hirt, weitermachen zu können, wie bisher.
Hände falten, Gosch’n halten! In 10 Jahren bellt kein Hund mehr danach….“, dachte sich der Hirte.

Und jetzt gehen die restlichen Schafe, der harte Kern, angeführt duch die Außenseiter, den richtigen Weg entlang, nur einzig und allein der Hirte steht da und sagt: „Wir müssen hier entlang! Nein, doch hier! Oder hier…äh? He, ihr da hinten! Wohin geht ihr! Wir müssen hier stehen bleiben und warten!!! Bis ich weiß, wohin es geht, äh!“

Und er betete zu seinem Herrn: „Bitte, mach, daß nicht so viele Schafe aus der Herde austreten! Also, mit anderen Worten: Bitte, mach, daß nicht so viele Schafe das Problem mitkriegen! Also: Bitte, mach, daß die Schafe weiterhin so deppert bleiben! Ist eh nur für 10 Jahre, dann vergessen sie’s eh!“

Denn sein Hauptanliegen war es, Hirte zu bleiben. Und das ist man nur mit einer HERDE.

GRÜNDUNG DER ÖSTERREICHISCH-KATHOLISCHEN KIRCHE!

Hiermit reicht es mir. Ich bin ab heute nicht mehr „röm.-kath.“, sondern „öst.-kath.“

Ich wende mich nicht gegen Jesus. NEIN, Niemals.

Ich wende mich nicht gegen die Liturgie. Die ist ein Geschenk Gottes.

Ich wende mich nicht gegen den Zölibat. Ich kenne genug Leute, die den Zölibat gottgefällig leben.

Ich richte mich gegen das SCHWEIGEN der Amtskirche.

Ich stelle nicht das AMT, sondern die TRÄGER des Amtes in Frage.

Aus diesem Grunde gründe ich hiermit die österreichisch-katholische Kirche. Wir spalten uns NICHT von der röm.-kath. Kirche ab.

Wir gehorchen nur unseren Hirten nicht, wenn sie Scheiße reden. Leider ist das immer öfter der Fall. Dafür gehorchen wir dem heiligen Geist, seinem Herrn.

Und wir bedienen uns des selben Systems wie die röm.-kath. Kirche: SCHWEIGEN.

Niemand in der Amtskirche wird herausfinden, wer wir sind, da wir uns nicht (vor ihnen!) als öst.-kath. deklarieren. Wenn wir gefragt werden, sagen wir „Ja“ und „Amen.“ uns all den Scheiß, den sie hören wollen.
Unsere Namen sind Hase, wir wissen von nix…..und bis die Amtskirche herausgefunden hat, wer wir sind, führen wir halt die Schafe an. Aber nicht als Hirte, sondern als Bruder und Schwester.

U: CrippLed Sam (öst.-kath.)

Beitritte, Anregungen, Kommentare und Beschwerden? Dann poste, wie es der Herr dir eingibt! Das war eine Ex-Kathedra-Entscheidung!

7 Antworten to “Gründung der österreichisch-katholischen Kirche”

  1. hähä!

    Ich KANN reden, mir kann keiner was tun!

    Und das mach ich auch!

    Dass sich die Kirche mit Geld und Macht ins Bett legt (Die Kirche? Ich meine: manche -viele- Hirten), ist auch nur ein Symptom.

    Die Schande ist doch, dass mir bis jetzt KEIN EINZIGER Hirte lehren konnte, wie man betet!

    Also hab ich mirs mühsamst selber gelernt….so lala.
    Und ich denk mir: Ich hätte mir vieles ersparen können, hätte ich hier einen erfahrenen Gebetsmeister gehabt, der, sagen wir 20 Jahre älter ist als ich, und dasselbe durchgemacht hat.

    Denn wer glaubt, Beten sei nur Friede Freude Eierkuchen, der irrt. Wer betet, sieht seinen eigenen Abgrund. Und dann wird einem schlecht. Man geniert sich vor sich selbst……..Und da muss man durch! Da hilft mir das süßliche Gequatsche unserer Diplomaten-Priesterschleimer nicht! Wer das Gefühl nicht kennt, dass einem der Tod scheissegal ist, weil die eigene Sündenlast stärker wiegt als das Sterben, der weiß nicht, was beten heißt.

    Und ich weiß schon nicht, was beten heißt.

    Da braucht man TROST! Und RAT!
    Aber liebe Schwestern und Brüder, den gibt es: Für Gebetseinsteiger und dann für Fortgeschrittene gibts den Meister Eckhart, dazwischen empfehle ich eher Johannes vom Kreuz: „DIE DUNKLE NACHT“.

    Weil: Wer glaubt, dass beten immer nur Wohlgefühl heißt, der ist noch auf dem Mystik-Level einer Rosamunde Pilcher. Oder „Bergdoktor“.

    Aber gut, wie fängt man zu beten an? Weil, keine Angst liebe Brüder und Schwestern, das Gebet fängt zum Glück nicht in der dunklen Nacht an, sondern ganz hell im Tag. Aber da muß man erst mal ANFANGEN!!

    Wenn ich euch jetzt ein Patentrezept liefern würde, wäre ich genauso ein Pharisäer wie die über die wir schreiben (hier gibts Meinungsunterschiede). Also die einen sagen: Bete 100 Vaterunser am Tag. Kann gut sein, muß aber nicht. Oder: Gehe jeden Tag in die Messe. Kann gut sein, muß aber nicht.

    Also was jetzt? Ratlosigkeit! Und mit DIESER RATLOSIGKEIT gehe vor den Herrn! Denn NICHT DU bestimmst, wo und wann du ihn sehen darfst, sondern ER, DER HERR DER HERRLICHKEIT!

    Und wenn du nicht ein totaler spezial Heiliger wie der Paulus bist, wird er sich dir nur schrittweise vorstellen.

    Du musst den Kontakt aufnehmen wollen, den Rest macht ER. Er gibt dir einen winzigen Tipp, wie du weitermachen sollst……Wie, was wo du diese Ratschläge des Herrn erschaust, wirst Du selber wissen. Und nicht ich. Weil: Ich bin nicht Du, und der Herr wird es dir dann dort sagen, dass du es kapieren kannst.

    Und keine Angst, am Anfang sind diese Ratschläge des Herrn keine grandiosen Offenbarungen, die würdest Du gar nicht aushalten. Du würdest höchstens größenwahnsinnig werden. (Mein Rat: Gib nicht an damit! Es ist nicht von dir, es gehört dir nicht, bleib einfach „bei dir“ wenn du anderen davon erzählst.)

    Irgendwann dann, wenn dir das Licht schon scheißegal sein wird, wirst du es sehen: Weil Du dann weißt, das wichtige ist der eigene gute Wille. Das sagt sich so einfach, aber habe einmal einen guten Willen DURCH UND DURCH, der von da bis in die tiefsten Tiefen reicht! Jedenfalls: Dann wirst du Licht und/oder Freude und/oder Schönheit verspüren, und das ist erst der Anfang……Weil: Auf dieses Spüren kommt es auch nicht an. Dahin will uns Gott lenken.

    Denn was haben wir von unserer Freude, wenn wir Arschlöcher sind? Richtig: NICHTS.

    Wie dem auch sei: Wer WIRKLICH beten will, den wird der Herr von Rat zu Rat führen und SAGEN, was ER wirklich will. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Darum also: Nicht für voll nehmen, bei euch kanns wieder anders ausschauen. Über die Nacht, die man durch seine Entwicklung erfahren kann, schreib ich jetzt nichts mehr.

    Wer übers Beten schreibt, hört sich wie ein Wahnsinniger an. Das ist normal.

    Also jetzt nur, wie ich es mache, aber diese Methode will ich keinem „aufdrücken“: Ich setze mich hin, tue nichts, und suche nichts, weil mir der Herr aufgetragen hat, eben das zu tun. Nach hunderten Tipps von oben hab ichs endlich kapiert.

    Aber: bevor jemand folgt, soll er lieber dem HERRN folgen.
    Das ungefähr wollte ich sagen.

  2. CrippLeD SaM Says:

    Du meinst, keiner konnte dir Beten lernen?

    Doch, die Buddhisten und Hindus…..

    ->Da hat unsere Kirche wohl über die Jahrhunderte etwas falsch gemacht.

    Mein Zugang (und Patentrezept, hihi) zum Gebet (auch „Meditation“ genannt, ich kann da nicht zwischen beiden unterscheiden) ist:

    Der Mensch betet nicht. Er wird gebetet.

    Also: Du kannst gar nicht beten, du kannst höchstens beten WOLLEN. Und willst du beten, wirst du gebetet.

    Versteht ihr nicht? Macht nix.

    Andere Worte, selbe Meinung:

    Das Beten in sich zulassen. Es sich ERLAUBEN, zu beten.

    Oder, ganz radikal: im Beten sterben wollen.
    Weil: Wenn wir sterben, kommen wir zu Gott. Wenn wir beten, WOLLEN wir zu Gott, also: wir wollen „kurz einmal sterben gehen“.

    Jetzt seid ihr alle verwirrt….macht nix. Wer es ahnt, hat es. Ist eh so, wie der KNI sagte, nur anders, aber gleich.

    Übrigens: Wir sind jetzt böse, böse Gnostiker! Mit denen hat die r.k. Kirche eh immer schon ein Problem gehabt, und die haben sie sie ja schon von Anfang an rausgeekelt! Weil: Erklärungsnotstand, äh, äh, ich kenn mich nicht aus, ääh, ääääh, und deshalb diskreditiere ich dich mit Nebensächlichkeiten! (Schöpfung)

    MFGCS (ö.k.)

  3. @CS:

    Sag ich ja! Natürlich gibts Gebetsmeister! Aber nicht bei uns!

    Es gibt nette Typen, auch: Meister des Tuns usw., aber wo sind die Gebetsmeister?

    Die bräuchten wir: Weil: Jeder kommt mit seiner speziellen Gebets-Frage und kriegt vom Meister seine spezielle Antwort- nur für ihn!

    Mir zb. hilft wieder das „Beten Lassen“ wenig, sag ich jetzt ehrliich. Jeder ist ein anderer Gebets-Typ. Darum klingt es auch so schnell dogmatisch, wenn man übers beten redet.

    Sollte ich mich so anhören, bitte ich um Entschuldigung, ich meins nicht so!

    Also meine Methode geht übers NICHTS, bin also mit den Zen-lern verwandt…….

    Weil: Worin sollte ich Gott suchen? Schon schon, er ist überall drinnen, aber dann auch nirgends. Will ich ihn also von Angesicht zu Angesicht sehen (das ist jetzt mein Größenwahn), dann also muß alles, was nicht ER ist, raus! Aber wie auch immer……

    Jedenfalls habe ich jetzt ein paar Gebete gehabt, und da war NICHTS, zugleich aber habe ich Jesus im mir beten gespürt…Nein, spüren ist das falsche Wort, ich habe ihn in mir beten GEWUSST. Komisch, was? Da schließt sich der Kreis….nur kann ich so, mit dem Beten lassen, nichts anfangen, das geht bei mir nicht, und das meine ich: Jeder steigt woanders ein, da kann man niemandem was „aufdrücken“……..

  4. Typisch KNI:

    Vom Nichts ins Alles….

    Typisch ich:

    Vom Alles ins Nichts….

    G’hupft wie g’hatscht.

    Meine Basis: Kundalini-Yoga. Und der Rest: Meister Eckehart. haben wir ja beide gelesen. Unbd der hat auch ein „Patentrezept“: Hingabe.

    MFGCS

  5. gutefee Says:

    Also bei mir ist das so:

    Wenn ich in der Kirche bete, dann ist das anders, als wenn ich zum Beispiel daheim bete.
    Also so vom..äh.. vom Flow her sozusagen. Es fühlt sich anders an.

    Zuhause bete ich ..äh.. körperlicher? – Also, da singe ich auch oder ändere meine Position häufiger als in der Kirche.

    Besonders gerne ‚beten‘ tu ich, wenn ich spazieren gehe. Ich gehe gerne lange und somit weit. Beim gehen kann ich gut über vieles nachdenken, aber früher oder später (meistens früher) kommt der Moment, in dem mir Gott sozusagen ‚einschießt‘.
    Soll heißen, so mitten im Gehen fang ich dann an „Ave Maria, Grazia plena..etc.“ oder „Danke, für..bla“.. oder einen Angelus usw.

    Obwohl, naja, also eigentlich fang ja nicht ICH an.. also nicht so, dass ich mir bewusst denke: „So, jetzt will ich beten!“, sondern ES fängt die Beterei halt eben einfach in mir an.. äh.. ja..
    Versteht ihr?!
    Also, ohne Vorwarnung oder so. Eben geh ich noch und denke mir vielleicht: „Ach jö, mir scheint die Sonne so angenehm ins Gesicht *freu*“ und schön bin ich im „Danke, für das herriche Wetter heute! ..und überhaupt, danke, dass ich heute Zeit habe für so einen Spaziergang! Und danke für..blablablabla.“
    Hm.

    In der Kirche beten ist meistens sehr intensiv für mich. Sehr äh Herz-Geist-Fluss-nach-oben-und-wieder-zurück-hinein-ins-Herz betont ..öhm. Weniger so simpel und selbstverständlich, wie beim Gehen. Schon bewusster und meistens auch schwieriger.. naja, zu beginn.. aber dann VOLL STARK.

    Am aller liebsten bete ich direkt am Ende der Messe, wenn die Leute alle schon gehen, aber die Kirchenorgel noch das große Finale spielt🙂
    Das ist immer der Hammer! – Also, so spirituell gesehen sind das immer die besten 5-10 Minuten der gesamten Woche für mich. WIRKLICH! Wundervoll! Herrlich! Schön! Stark! Klar! Glitzernd! Warm! Frisch!
    Eine Atmosphäre in mir, wie die Wärme und Behaglichkeit, die Kerzenlicht auslöst und zugleich so klar und rein und frisch wie ein Gebirgsbach.. ..also, öhm.. nicht nur.. aber eben schon.. hm.

    Obwohl ich mich dort sonst nicht so in den Gebets-Flow reinhängen kann, hatte ich witziger Weise 2 besonders intensive Beterlebnisse in der U-Bahn. Das war echt .. ZWUSCH.. äh.. also äh.. hm.. achja.. *seufz*

    Ich glaube KNI hat recht, dass das Beten jeder für sich erfahren muss.. ..das ist wohl eher nichts, was man 1 zu 1 lehren oder lernen kann.
    Bei mir ist es meistens wie bei CS, also meditativ – aber eben nicht immer!

    Patent gibts wohl wirklich keins. Aber es ist hilfreich sich einfach gehen zu lassen, sich fallen lassen.. ..sozusagen von Gott einfach besitzen zu lassen.
    Sich sozusagen einfach in Gott hinein relaxen.
    ähm..
    ..also, bei mir jedenfalls.

    LGGF

    PS: Das ist vermutlich der aller, ALLER persönlichste Kommentar, den ich je ins www gepostet habe..

  6. CrippLeD SaM Says:

    @guteFee:

    DANKE! Das ist sehr schön!

    „hinein-relaxen“ —> Genau DAS Wort, nach dem ich gesucht habe!!!!

    Danke für diesen schönen Kommentar!

    Das ist das, was ich mit „gebetet werden“ meine!!! Exactly!!!

    Ich werde jetzt,in der Zukunft, von Zeit zu Zeit, wann ich (oder er?) will, hier ein „Gebets-Studio“ posten. Da werde ich aus meiner Nähkiste plaudern. Wer will, kann mitplaudern. Ungezwungen, ohne Dogmen, ohne Anleitung. Nur plaudern. Die Idee dazu hatte ich vorgestern.

    Schön zu sehen, daß euch gibt!

    MFGCS

  7. @gutefee

    Danke für die Einblicke in dein Gebetsleben!

    Dafür gibts jetzt auch einen von mir- jedenfalls, es kommt mir manchmal vor, als hätte ich die „Unschuld“ in meinem Gebet verloren……seit ich weiß, was Meditation bewirken (oder auch anrichten) kann, bete ich anders.

    Ist das nun gut oder schlecht? Seit dieser Zeit hat für mich Genesis-Geschichte über die Vertreibung aus dem Paradies eine andere Bedeutung (eine größere, glaube ich): Adam isst den Apfel der Erkenntnis, er weiß Bescheid über Gut und Böse und verliert seine Unschuld. Also ist er unheilig geworden, weil er erleuchtet worden ist.

    So gehts mir auch. Manchmal frage ich mich: Wäre das Leben ohne Kontemplation nicht leichter?
    Aber dann denke ich mir, dass ich, wie der Adam, keine Wahl gehabt habe. Eben weil Adam unschuldig war, hat er in den Apfel der Erkenntnis gebissen, weil er unschuldig war, hat er nichts gewusst, da gibt es auch kein inneres Ringen. Adam beisst einfach hinein.

    Andererseits: Was ist eine Unschuld wert, die einen nicht vor Schlechtem bewahrt? Ist es da nicht besser, in gewissem Sinne „Schuldig“ zu sein, und diese Schuld abzuarbeiten?

    Und da schließt sich für mich der Kreis mit der Kreuzigung Jesu: Er, der keine Schuld gehabt hat, hat die Schuld durch sein Sterben abgearbeitet.

    Und das gibt wieder mir, dem nicht Unschuldigen, Zuversicht: Weil wenn schon Jesus Schuld abarbeitet, um wieviel mehr habe ich, der Schuldige, Grund dazu!

    Und irgendwie beruhigt mich das. Ich weiß nicht, ob man das jetzt nachvollziehen kann. Jedenfalls mir geht es so, und vielleicht geht es anderen ähnlich; und für die hab ich das geschrieben…..aber auch für mich, geb ich zu…..

    und damit ganz zum Schluß, die (nicht die einzige!) Verbindung zwischen Kreuz und Vaterunser:

    UND VERGIB UNS UNSERE SCHULD,
    WIE AUCH WIR VERGEBEN UNSEREN SCHULDIGERN,
    denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Amen.

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