Ratingagenturen – Ein Drama in 2 Akten!

„Ratingagenturen“ – Ein Drama in 2 Akten.

I. AKT

Der Märchenonkel erzählt:

Es war einmal ein kleines Dorf, das hieß GLOBAL.
Dort lebten alle in Frieden miteinander. In der Mitte des Dorfes gab es einen angesehenen Greißler, der alte „HANDEL REAL“, von seinen zahlreichen Stammkunden liebevoll „Real-Hand’l“ genannt. Bei ihm ging jeder im Dorf einkaufen, und sein Markenzeichen war es, die Leute zu fragen, was sie wollen, damit er diese Waren gleich am nächsten Tag liefern konnte – beim jungen Ehepaar waren es Windeln, für den jugendlichen Nachbarn ein neuer Motorradhelm etc. Eines Tages kam auch die kleine HELLENA, ein armes Kinderl, und hatte nur 2.80 €uro, das YPS-Heft kostete jedoch 3 €uro. Bevor das Mäderl zu weinen anfing, sagte der alte Hand’l: „Gibst‘ mir halt die 20 Cent das nächste Mal.“, denn er wusste, das Mäderl kam 1 Mal pro Woche und kaufte Gummibärchen. Auch der alte OPA EUR ging gerne einkaufen und bekam sein Klumpert, wie gesagt, alles war in Ordnung.

Da musste der alte Hand’l in Pension gehen, und er holte seinen Sohn, den SCHAFT, zu sich, und sagte: „Mein Lieber Sohn, ich habe dir alles gelernt über den Handel, ich sage nur: ANGEBOT UND NACHFRAGE!, das ist das Wichtigste!“
„Jaaa, jaaa“, sagte SCHAFT.
„Also, kurzum“, fügte der Hand’l hinzu,“Ich gehe in Pension, hier hast du alles: Das Geschäft, die Stammkundschaft, die hervorragenden Laufkundschaften wegen der Lage, einfach alles!“ und er drückte ihm die Schlüssel in die Hand. (Das war übrigens so ca. in den 90’er Jahren)
Kaum, daß der junge SCHAFT die Schlüssel bekommt, reisst er am nächsten Tag die Schilder ab und baut in Blitzeseile das Geschäft um: jetzt ist er WIRT geworden!
Beim SCHAFT-WIRT muss man 1€ Eintritt zahlen. Wenn eine Gruppe von Leuten kommt und ein Bier bestellt, dann verrrechnet der SCHAFT-WIRT mehr, als konsumiert wurde und wirft Leute, die sich beschweren, raus.

Weil es keinen anderen Händler im Ort gibt und der Weg zum nächsten Händler zu weit war, kamen die Leute ja noch zähneknirschend. Die Preise gingen in die Höhe, 4€ für das Bier war die untere Anfangslatte, Windeln führte er nicht (trotz 4 Schwangeren im Dorf!) und überhaupt wurde das Angebot umgestellt, „weil die Leute wollen das so“, wie er immer sagte.
Doch dann kam diese Jugendbande. RATINGAGENTUREN nannten die sich, das waren hauptsächlich 3 so finstere Gestalten, ungute Typen. Der ‚Bitch‘, der ‚Fut’ys“ und der „Standard-und-Arm“, das waren die Alphatiere. Die belagerten den vorderen Bereich, und jeden, der reinkommt, den bewerten sie: He, der ist reich, bei den schleimen wir uns ein, damit wir ihn ausnehmen  können, beim anderen: Der Trottel, den können wir jederzeit ausrauben usw.
Seitdem diese Jugendbande ihr Unwesen trieb, stiegen auch die Kriminellen Überfälle – Leute wurden „zufällig“ beim Heimweg „ausgeraubt“. Das waren am Anfang die alten Omas, die von der Bank kamen. Keiner war Schuld, niemand konnte nichts nachweisen. Doch im Dorf munkelte man: die 3 verchecken Drogen, Koks und Heroin und so. Doch die Polizei konnte nichts nachweisen, und Indizien sind nun einmal keine Beweise, und im übrigen gilt die Unschuldvermutung.
Der SCHAFT-WIRT machte Geschäfte mit ihnen, und weil die 3 gleich knissen, daß der SCHAFTZ-WIRT eine Schäche für Wetten übrighatte, begannen sie den Spieß umzudrehen: Anstatt für den „Drogen-Verkaufs-Ort“ Miete zu bezahlen, also die überaus konstruktive „Stammtischgebühr“, wetteten sie mit ihm: „Hey SCHAFT-WIRT, ich wette mit dir, daß der nächste Kunde pleite ist!“, gleichzeitig verließ einer der 3 den Ort und kam kurze Zeit später mit einem Büschel Geld wieder, grinsend. Es gilt die Unschuldsvermutung, aber die alte Oma hatte kein Geld, weil sie von einem „Maskierten“ ausgeraubt wurde.
Binnen kurzer Zeit hatte der SCHAFT-WIRT Schulden bei den RATINGAGENTUREN, und die 3 stifteten ihn an, die Preise zu erhöhen, weil ausserhalb des Dofes sei es ja auch so.
Eines Tages kam die kleine HELLENA vorbei, die wollte ihre 20 Cent vorbeibringen und ausserdem Gummibärchen um 1,50.
„Schau dir die da an“, sagte die erste RATINGAGENTUR, als sie in der Türe stand, „ich wette mit dir, daß ich ihr als erstes die Schnauze einhaue!“ – „Ich wette dagegen“, sagte der zweite, „Weil ICH werde ihr zuerst ein Hax’l stellen!“
„Brüder, überlegt einmal: Der depperte Wirt lässt uns eh alles machen, also: Nehmen wir zum Spaß die kleine voll aus! — HE! KLEINE! Was machst du da?“

„Bitte ich will rein, meine 20 Cent zurückzahlen“, sagte die kleine HELLENA brav, „Und dann möcht‘ ich Gummibärchen um 1,50.“
„Der Eintritt ist 1 €uro“, sagte einer, „Los! Geld her!“
Verschüchtert gab die kleine HELLENA einen €uro her und betrat das Wirtshaus.
„He, du!“, sagte der eine Jugendliche, „wieviel hast du noch?“
„70 Cent“, sagte sie, „20 Cent zahle ich zurück vom letzten Mal, und 50 Cent habe ich noch.“
Da grinste die eine RATINGAGENTUR die andere an: „Moooooment einmal, kleines Mädchen! 20 Cent Schulden? Von wann sind die denn?“
„Die, habe ich gesagt, bringe ich den alten Hand’l zurück….“
„Der alte Hand’l? Das hat sich geändert: also, du hattest 20 Cent Schulden, doch inklusive Zinsen und Zinsenszinsen und Auftragszuschlag und Bescheissmichgebühr beträgt das….. 47,52 €uro! Und die musst du SOFORT zahlen! Hast du das Geld jetzt?“
„Äh…ich wollte nur um 50 Cent Gummibärchen…“, stotterte das kleine Mädchen.
„Her mit dem Geld! Und wenn du zurückkommst, dann schuldest du uns 100 €uro! Weil der Rest ist die Gebühr, die du zahlst, damit deinen Geschwistern
nichts passiert! LOS! Zisch ab und bring‘ uns  morgen das Geld!“

Als die kleine HELLENA schreiend zu ihren Geschwistern rannte, sagte einer der 3 RATINGAGENTUREN: „Macht nichts, ob das die kleine HELLENA war oder der kleine EIRE-Bub, diese kleinen Kinder kann man alle ausnehmen! Und das lustige ist, daß die großen Geschwister jedesmal zahlen, obwohl wir gegen sie wetten! Hihihihi!!!“ lachten sie.

Doch dann passierte dem alten OPA EUR etwas, das war übringens der Opa der kleinen HELLENA, er hatte etwas schlechtes Gegessen, trotz Warnung, sie wissen ja, wie die alten Leut‘ sind. Und er wollte, wegen Durchfalls, zum Doktor.

„Der Arzt befindet sich im SCHAFT-WIRT“, stand auf dem Schild am Hauptplatz, daraufhin betrat der alte OPA EUR das Wirtshaus (1 € Eintritt).
Dort, wo früher im Lokal das „Privat“-Schild auf  der Türe war und das Separeé bezeichnete, befand sich plötzlich ein Schild: „Dr. WIRT SCHAFT, Allgemeinbachblütenoptiker, Heilsteinenergetiker und Allgemeinmediziner (F.H.) Keine Kassen
Der OPA EUR betrat das „Ärztezimmer“ und begrüßte den Arzt, den SCHAFT-WIRT.
„Wo drückt es denn?“, fragte dieser.
„Also, ich habe Durchfall, weil ich was schlechtes gegessen habe, also vielleicht haben sie ein Mittelchen dagegen.“
„Was? Durchfall? Ich wurde eher sagen: Darmkrebs!“
„Bitte?“, erwiderte OPA EUR.
„Also – wie fühlen sie sich?“
„Im Winter ist mir kalt, manchmal habe ich Schnupfen“, sagte er Opa, „Im Sommer ist mir heiß, und wenn ich gerade nichts Schlechtes gegessen habe, dann geht’s mir gut.“
„Das sind alles Todesbeschwerden“, sagte der SCHAFT-Doktor“, Wann sind sie senn denn das letzte Mal gewachsen?“
„Als ich ein Kind war.“, beahauptete der OPA.
„Das ist schleeeeecht!“, rief der SCHAFT-WIRT-Arzt, „denn jeder andere wächst auch. Sie müssen jeden Tag MEHR essen, damit sie jeden Tag wachsen.“
„Aber ich bin….“
„Kein aber!“, unterbrach der Wirt, „Sie sind jetzt 1,80 Meter groß! Essen sie jeden Tag einen Hamburger MEHR, dann werden sie jeden Tag GRÖßER! Das ist gesund! Tests an Kindern haben bewiesen, daß es funktioniert!“
„Äh, äh…“, stottterte der OPA EUR, „Ich will ja nur was gegen den Durchfall….“
„Pappperlapapp!!!“, rief der SCHAFT-WIRT, „Sie liegen im Sterben, und ihr einziger Ausweg ist es, zu WACHSEN und zu WACHSEN! Und wenn sie das nicht können, dann helfen wir ihnen – Sind sie versichert?“
Da wurde der alte OPA EUR grantig. „Hör‘ einmal, kleiner G’schropp‘, wer bist denn du? Ich bin dein Taufpate! Was für ein Arzt bist du denn? Bist du überhaupt ein Arzt?“
„Natürlich bin ich ein Arzt, denn ich habe mir selbst das Diplom geschrieben. Ich reguliere mich selbst.“

II. AKT:

Im SWIFT-Abkommen müssen wir ALLE Bank-Daten den USA geben…..wegen „Terror“-Gefahr! (?). Im Gegenzug erhalten wir von den Amis…äh…. eh auch Daten, die Überschriften aus den Zeitungen.
Komischerweise beginnen die Krisen in Europa immer dann, wenn in Europa einige Geldschübe von A  nach B gelangen…..

Kündigt SOFORT das SWIFT-Abkommen!

MFGCS

 

 

 

 

2 Antworten to “Ratingagenturen – Ein Drama in 2 Akten!”

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: