Archiv für Fasten

Gebetsstudio (3) — Kosher Fernsehen, Medienfasten & MoMö (Moderne Mönche)

Posted in österreichisch-katholisch (ö.k.), Gebets-Studio with tags on 23. Oktober 2010 by crippledsam

WARUM hat die Dingschaft, das regelmäßigste Magazin aller Zeiten, in letzter Zeit NICHTS über Politik geschrieben? Lag es an der Politik (Würg)?

Nein, meine Damen und Herren, die Antworten finden sie im neuen

Gebetssudio: Koher Fernsehen/ Medienfasten/ MoMö!

Zum Einstieg, für alle Nörgler: Die vorausgegangene Diskusssion findest du HIER.

Ich möchte heute mit einem Thema beginnen, das schon oft in privatem Rahmen diskutiert wurde: das FASTEN.

Im Rahmen der vorausgegangenen Fastenzeit probierte ich folgendes aus:
Werbung fasten
Denn: Fasten heißt, auf etwas zu verzichten, was man nicht braucht. Und: Werbung braucht, zumindest als Konsument, keiner.
Also drückte ich seither, bei Beginn der Werbepause, immer auf die „Mute“-Taste. Und, um die Zeit nicht sinnlos zu verscheißen, betete ich immer ein paar Gebete, z. B.: Ave Maria, Vaterunser, Gloria usw usf. Kindisch, wie ich bin, machte ich eine „Stricherl-Liste“. Wenn ich auf 1000 Gebete in diesen 40 Tagen käme, sei es schon gut, sagte ich mir. Es waren natrugemäß wesentlich mehr.
Jetzt passierte etwas seltsames: ich bekam weniger Wutanfälle als sonst. Mich regte weniger auf. Mein Blick wurde klarer, analytischer. Und das alles nur durch den Wegfall der Werbe-Akustik!
Daher nannte ich es „Kosher Fernsehen„, denn,  so wie die Juden konseqeunt einge Nahrungsmittel verweigern, verweigern die „Kosher Fernseherer“ die Werbung.

Doch mein Medienkonsum veränderte sich drastisch: Zuerst sah ich nur noch „Zeit im Bild“ (Nachrichten) und vielleicht ein paar Kinofilme, jetzt noch weniger.

War doch der Internetkonsum zu hoch. Und von dem bin ich auch geheilt worden: In den Ferien saßen da im Hotel die jungen Menschen artig vor dem Computer im Eingangsbereich, nur um zu facebooken und twittern. Wie die Kettenraucher vor der ersehnten Rauchpause, wie die Junkies vor der Methadon-Ausschank. „Das MUSS ich jetzt noch!“ glitzerte in ihren Augen.

KNACKS! – von einem Tag auf den Anderen war ich geheilt.

Da kam mir die Idee von den MoMö’s: Moderne Mönche. „Mönche 2.0“, könnte man sagen. Die Idee war folgende: Man braucht kein Klostergebäude mehr, die MoMö’s sitzen bei sich zu Hause in der Klausur, ohne Fernseher, Internet. Wöchentlich trifft man sich zum gemeinsamen Gebet, zum Austausch der Gebetserfahrungen.

Nur: Das wurde schon vor laaaanger Zeit erfunden: Vom Heiligen Franz von Assisi, welcher es „Terziarorden“ nannte.

Meine Erfahrung ist: Medienfasten reinigt die Seele.
Das merke ich daran, daß mich vieles nicht mehr so aufregt: Die Politik. Oder wenn kleine 8-jährige Kinder abgeschoben werden: beten, beten, beten. Und dann passieren kleine Wunder: die Zwillinge sind zurück, Rot verhandelt mit Grün. Danke, lieber Gott.

Meine Erfahrung ist: Werbung und berieselnde Medien lenken einen ab. Davor, daß man ehrlich ist: zu sich selbst/zu Gott.

Denn nur, wer zu sich selbst ehrlich ist, ist es auch gegenüber Gott.

 

 

 

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